Wir helfen und spenden!

Wissenschaftler weltweit arbeiten mit großer Leidenschaft an Impfstoffen und Medikamenten, um das Coronavirus einzudämmen. Wir haben uns entschieden zu helfen. Mit jedem Kauf einer Zwitscherbox oder Birdybox in unserem Online-Shop spenden wir 5 Euro an den Goethe-Corona-Fonds zur Erprobung neuer Medikamente gegen COVID-19.

Natur zum Verlieben – Die neue Netflix-Dokumentation „Unser Planet“

  • Next Post
  • Previous Post
Sandesh Kadur / Silverback/Netflix

Natur zum Verlieben – Die neue Netflix-Dokumentation „Unser Planet“

Die Netflix-Produktion „Unser Planet“ gilt als eine der aufwändigsten Naturdokumentationen aller Zeiten. Hier erfahrt ihr, ob sich die Serie auch wirklich lohnt.

Allein der technische Aufwand, der für die in Zusammenarbeit mit dem WWF entstandenen Netflix-Dokumentation „Unser Planet“ betrieben wurde, ist beeindruckend. Wie das zusätzlich abrufbare Making-of verrät, betrug die Entstehungszeit der insgesamt acht Folgen ganze vier Jahre. Dabei wurden mehr als 600 Mitarbeiter*innen beschäftigt und weit über 3.000 Tage in 60 Ländern mit Hilfe von neuesten UHD-Kameras gedreht. Als Sprecher für die englische Originalversion konnte die britische Naturfilm-Legende Sir Richard Attenborough gewonnen werden. In Deutschland hören wir Christian Brückner, der als Synchronsprecher für Robert De Niro Kultstatus erlangte.

Natur als System

Im Vorspann der Serie sehen wir eine Aufnahme des Mondes, der 1969 erstmals von Menschen betreten wurde. Fünfzig Jahre später wollen die Macher*innen der Serie ihrem Publikum eine ähnlich bahnbrechend neue visuelle Erfahrung verschaffen, wie sie Neil Armstrong und Buzz Aldrin damals beim Blick auf die Erde machten. Dies gelingt in beeindruckender Art und Weise. 

Nach der einführenden ersten Episode widmet sich die Serie in jeder Folge einem speziellen Lebensraum wie dem Dschungel oder der Hochsee. Dieser dient als Hintergrund für phantastische Tierporträts und atemberaubende Naturaufnahmen. Die visuelle Qualität der Serie ist geradezu einzigartig. Darüber hinaus schafften es die Kameraleute, einige Wunder der Natur mit viel Geduld zum allerersten Mal festzuhalten. So gelang es beispielsweise nach einer fast zweijährigen Wartezeit, einen Sibirischen Tiger ausgiebig in freier Wildbahn sowie einige faszinierende Paarungsrituale exotischer Vögel zu filmen.

Doch „Unser Planet“ ist kein rein ästhetisches Anliegen. Der Serie gelingt es vortrefflich, die Tier- und Pflanzenwelt als ein eng verbundenes System zu erklären. Das Funktionieren dieses Systems scheint durch den Menschen immer stärker bedroht zu sein. Daher fordert der Kommentar die Zuschauer*innen auch mehrfach eindringlich auf, ihr eigenes Verhalten zu überdenken und gegebenenfalls zu ändern. In den nächsten zwanzig Jahren werde sich entscheiden, ob die Welt auch für zukünftige Generationen noch ein lebenswerter Ort sei, so lautet die Analyse der Serienmacher*innen.

   

Naturschutz geht uns alle an 

Am 21.03.2020 wird der Tag des Waldes begangen. Aus diesem Grund empfehlen wir Euch ganz besonders die achte und letzte Folge von „Unser Planet“, die unter anderem in Waldgebieten in Madagaskar und der Taiga entstanden ist. In der Folge wird noch einmal ausdrücklich auf die entscheidende Funktion von Wäldern für das globale Klima hingewiesen sowie auf die große Bedeutung, die sie als Lebensraum für erhebliche Teile der Tierwelt haben.

Rund fünfzig Prozent des ursprünglichen Waldbestandes wurde von der Menschheit bereits zerstört, was in der Folge auch zu einem deutlichen Rückgang der Artenvielfalt der Tierwelt geführt hat. Doch die große Widerstandsfähigkeit und die Möglichkeit zur Regeneration des Waldes bleibt beeindruckend und macht gleichzeitig ein wenig Hoffnung für die Zukunft. So werden in „Unser Planet“ beispielsweise die Mammutbäume im kalifornischen Redwood Nationalpark in wunderbaren Bildern gezeigt. Ihre dicke Rinde  wirkt bei Waldbränden wie ein Schutzschild. Auch eine Reise nach Tschernobyl hat das Filmteam unternommen. Wo 1986 die größte Reaktorkatastrophe der Menschheitsgeschichte stattfand, wird nach Einschätzung von Wissenschaftlern aufgrund der hohen Strahlenbelastung in den nächsten 20.000 Jahren kein Mensch mehr leben können. Um die verlassenen sozialistischen Plattenbauten herum ist in den letzten Jahrzehnten wie von Geisterhand ein Waldgebiet entstanden, in dem sich neben wilden Pferden auch Füchse und sogar Wölfe antreffen lassen. 

Eine der schönsten Sequenzen der Serie lässt sich ebenfalls in der achten Episode finden.  In dieser werden Doppelhornvögel in den indischen Westghats porträtiert. Die Vögel spielen eine wichtige Rolle bei der Ausbreitung bestimmter Pflanzenarten, deren Samen sie unbewusst verteilen. Die Doppelhornvogel-Männchen tragen untereinander immer wieder heftige Kämpfe aus, die von den Filmemacher*innen wie Actionsequenzen gefilmt und geschnitten wurden. Auch das Liebesleben der Doppelhornvögel wird eingehend beleuchtet. Dabei kommt – wie häufiger in der Serie – eine geradezu romantische Stimmung auf. 

Das Thema Liebe ist für „Unser Planet“ absolut essentiell. Denn eines wird beim Schauen der Serie schnell klar. Die Filmemacher*innen wollen vor allem, dass wir uns in die Schönheit der Natur verlieben. Denn was wir lieben, wollen wir auch beschützen.

Alle Fotos: © Netflix

Share the Post

  • Next Post
  • Previous Post