Empathie gibt es nicht im AppStore zu kaufen – Ein Bericht vom Brigitte Symposium

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Empathie gibt es nicht im AppStore zu kaufen – Ein Bericht vom Brigitte Symposium

Seit einigen Monaten ist Florence Michel neu im Team von Relaxound. Wir haben sie gleich einmal nach Essen geschickt, wo sie an dem von der Brigitte veranstalteten Symposium „Mein Leben, mein Job und Ich” teilgenommen hat. Hier berichtet sie von ihren Eindrücken.

„Mein Leben, mein Job und Ich” – unter diesem Motto lud die Zeitschrift Brigitte am 27.9.2018 zu einem großen Symposium nach Essen ein. Als neue Office Managerin bei Relaxound durfte dieses Mal auch ich teilnehmen. Es war bereits die vierte Veranstaltung dieser Art, und auch in diesem Jahr gab es wieder ein buntes Programm voller spannender Diskussionsrunden, inspirierender Talks und unterschiedlichen Classes. Wir Teilnehmer hatten die Möglichkeit, uns mit Coaches und Experten über persönliche Jobthemen auszutauschen und uns nützliche Anregungen zu holen.

Was mich besonders beeindruckt hat, war der Vortrag von Richard David Precht. Ernst, aber trotzdem humorvoll sprach er über die digitale Revolution, in der wir uns gerade befinden. Diese Revolution steht, laut Precht, erst am Anfang. Er prophezeit, dass die Digitalisierung in Zukunft die Berufswelt komplett auf den Kopf stellen wird. Eine radikale Veränderung! Viele Jobs werden wegfallen, ganze Berufe aussterben, denn zukünftig wird vieles ebenso gut oder sogar noch besser durch Maschinen erledigt werden. Man kann es sich heute noch gar nicht vorstellen, wie viele Berufsfelder von dieser Entwicklung betroffen sein werden.

Natürlich entstehen durch die Digitalisierung auch neue Jobs, doch diese werden die entstehenden Lücke im Arbeitsmarkt nicht stopfen können. Wie also das Problem lösen? Precht ist davon überzeugt, dass ein Grundeinkommen für alle kommen wird. Außerdem betont er, dass Berufe in der Pflege und dem gesundheitlich-medizinischen Bereich nicht von Maschinen übernommen werden können. Empathie gibt es eben nicht im AppStore zu kaufen. Wer mehr erfahren will, sollte Prechts neues Buch „Jäger, Hirten, Kritiker” lesen. Für mich war der Vortrag ein Denkanstoß: Precht hat wohl recht, dass wir nachdenklich und neugierig bleiben sollten – typisch menschlich eben.

Ein anderes großes Thema unserer Zeit, mit dem fast jeder täglich zu kämpfen hat, ist der richtige Umgang mit Stress. Mit knapp 1000 anderen Frauen lauschte ich der Diskussion von Sterne-Köchin Lea Linster und der Achtsamkeitstrainerin Dr. Britta Hölzel. Die luxemburgische Sterne-Köchin, die bereits für zahlreiche Berühmtheiten gekocht hat, erklärt, dass Sie ganz klar zwischen positivem und negativem Stress unterscheidet. „Stress muss nicht immer schlecht sein“, behauptet sie. Mit einem Schmunzeln bekennt sie: „Wenn bei mir gar nichts mehr geht, koche ich mir was Schönes und bin mit den Gedanken nur noch im Topf.“ Sätze wie dieser lösten im Publikum eine heitere Zustimmung aus.

Frau Dr. Britta Hölzel übernahm den wissenschaftlichen Part und erklärte, dass Achtsamkeit wesentlich mehr ist als nur ein Eso-Trend. Sie ist vielmehr ein Werkzeug, um sich selbst zu erkennen sowie negative Denkmuster und schlechte Gewohnheiten loszuwerden. Wenn wir das schaffen, sagt die Diplom-Psychologin, können wir ruhiger, gesünder und zufriedener leben. Mein persönliches Fazit zu diesem Tag: tolle Gespräche und inspirierende Ideen. Nächstes Jahr komme ich gerne wieder!

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