Robert Wilson: Von Hüten und Vögeln

Robert Wilson: Von Hüten und Vögeln

Der deutsche Maler und Bildhauer Max Ernst galt zu Lebzeiten als großer Vogelfreund. Der Künstler sah in den Vögeln ein Symbol der Unabhängigkeit und des Freiheitsdrangs und fühlte sich ihnen aus diesem Grund eng verbunden. Da verwundert es nicht, dass er sich mit dem Loplop, der in mehreren seiner Bilder auftaucht, eine vogelartige Doppelgängerfigur erschuf. 

 

 

Auch der US-amerikanische Theaterregisseur Robert Wilson ist fasziniert von unseren gefiederten Freunden und ihren Gesängen. Zu sehen und hören ist dies momentan in einer Ausstellung, die er für das Max Ernst Museum in Brühl kuratiert hat. Unter dem Titel „The Hat makes the Man“ zeigt Robert Wilson Objekte aus seiner eigenen Kunstsammlung sowie einige Requisiten und private Erinnerungsstücke. Entstanden ist eine wahre Wunderkammer, in der afrikanischer Schmuck neben Comiczeichnungen, Videokunst und surrealistischen Gemälden zu sehen ist. Alles ist, wie es sich für einen Theaterregisseur gehört, durch effektvolle Beleuchtung und ein ausgetüfteltes Sounddesign perfekt inszeniert.

 

 

Ein wiederkehrendes Motiv der Ausstellung sind die Vögel: Einen ganzen Schwarm lässt Wilson unter der Decke des Museums vorbeiziehen. Eine Schneeeule, in einer großartigen Videoearbeit, könnte man stundenlang beobachten, und es lassen sich noch einige weitere Piepmätze entdecken. Noch bis zum 26. August in Brühl. Ein zwitscherndes Vergnügen!

 

Fotos: © Max Ernst Museum Brühl des LVR / Lucie Jansch

Share the Post