„Vogelliebhaber“ – die besondere Netflix-Dokumentation

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„Vogelliebhaber“ – die besondere Netflix-Dokumentation

Die neue dokumentarische Netflix-Produktion „Vogelliebhaber“ beginnt nicht wie erwartet mit dem Bild eines Vogels. Stattdessen zeigt Regisseurin Otilia Portillo Padua in ihrem Film den neuen, rostroten Grenzzaun, den die Trump-Regierung im südlichen Grenzgebiet der USA errichtet hat. Was beginnt wie ein klassischer Nachrichtenbeitrag über die Flüchtlingskrise, beschäftigt sich mit einer ganz andern Art von Migrationsbewegung. „Vogelliebhaber“ erzählt von einigen der schönsten Vogelarten der Welt, die sich Jahr für Jahr entlang des Rio Grande auf ihren Reisen niederlassen, beziehungsweise von den Menschen und Vogelliebhabern auf beiden Seiten der Grenze, die sie beobachten, fotografieren, zählen und kategorisieren.

Zu Beginn des Films lernen wir den Naturfotografen Richard Moore kennen, der sich am liebsten in einem ehemaligen Militärgebiet nahe des Rio Grande auf die Lauer nach lohnenswerten Fotomotiven legt. Dort lassen sich am Boden immer noch tausende alte Patronenhülsen finden, doch auch viele Zugvögel suchen hier nach Nahrung und tanken Kraft für die beschwerliche Weiterreise. Keith Hackland betreibt ein Bed & Breakfast in Alamo, in dem vorwiegend Vogelbeobachter untergebracht sind. In dem zu der Unterkunft dazugehörigen kleinen Geschenkartikelladen lassen sich fast ausschließlich Gegenstände mit Vogelmotiven finden. Die Mexikanerin Juanita Dapa hat sich voll und ganz dem Naturschutz verschrieben. Die Umweltsünden der Menschheit treiben ihr immer wieder die Tränen in die Augen. Sie warnt ausdrücklich vor den katastrophalen Auswirkungen, die die von der Trump-Regierung geplante Erweiterung der Grenzmauer auf viele Biotope haben würde. Esteban Berrones dienten Vögel früher vor allem als Nahrungsmittel. Heute veranstaltet er als Vogelführer Touren für Touristen und setzt sich für den Erhalt der Artenvielfalt ein.

 

                 

 

In „Vogelliebhaber“ wirft die Regisseurin Otilia Portillo Padua einen liebevollen Blick auf Menschen, die Vögel zu ihrem Lebensmittelpunkt gemacht haben. In wunderbaren Bildern zeigt sie die ganze Schönheit der Natur, wobei sie und ihr Kameramann immer wieder majestätische Drohnenaufnahmen benutzen, die den Zuschauer in die Vogelperspektive versetzen.

Die wahren Stars des Films sind jedoch nicht die Vogelliebhaber aus den USA und Mexiko, sondern die Vögel selbst. Sie werden in poetischen Bildern zu Symbolen grenzenloser Freiheit. Kein Pass und keine Nationalität binden sie an einen bestimmten Ort und kein neuer Zaun, und auch keine noch so hohe Mauer werden sie jemals von ihren Reisen abhalten können. Absolute Sehempfehlung!

Alle Fotos: © Netflix

 

 

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